
Parasitosen (Kaninchen)
Häufige Parasitenarten des Heimtierkaninchens:
1) Kokzidiose
Häufigste Parasitose des Kaninchens.
Die Parasiten werden meistens bereits von der Mutter auf die Jungtiere übertragen und sind in Kaninchenzuchtbeständen weit verbreitet. Durch Transport oder wechselnde Umgebung werden die Kaninchen Stress ausgesetzt, der das Immunsystem schädigt und einen Krankheitsausbruch unterstützt. Kokzidienbefall führt zu breiigem bis wässrigem Durchfall, einem aufgegasten Bauch, die Tiere werden zunehmend matt und fressen nicht mehr. Fortschreitende Austrocknung und bakterielle Sekundärinfektionen führen nicht selten zum Tod der Tiere.
Bei neu erworbenen Jungtieren sollte stets eine Kotuntersuchung auf Kokzidien durchgeführt werden!
Da Kokzidien intermittierend ausgeschieden werden ist die Untersuchung von Sammelkotproben angezeigt.
2) Passalurus ambiguus- Befall
Hierbei handelt es sich um einen Parasiten, der im Dickdarm lebt. Die Würmer legen ihre Eier auf die Oberfläche der Kotkugeln, sowie an die Rektum- und Analschleimhaut. Im Rektum entwickelt sich innerhalb von 24 Std. das invasionsfähige Larvenstadium, das vom Kanichen durch Zäkotrophie aufgenommen wird. Der Befall mit den Parasiten verläuft symptomlos und wird nur als Zufallsbefund auf frischen Kotkugeln entdeckt. Jedoch können bereits geringe Befallsraten bei Jungtieren zu einer verzögerten Entwicklung führen. Bei hochgradigem Befall kommt es zu Tympanie, Durchfall, Bauchschmerzen, Abmagerung und analem Juckreiz.